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Zazaki: Grammatik Und Versuch Einer Dialektologie Ludwig Paul

Zazaki: Grammatik Und Versuch Einer Dialektologie

Ludwig Paul

Published January 18th 1999
ISBN : 9783895000980
Hardcover
388 pages
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 About the Book 

Zazaki ist eine am nordwestlichen Rand des kurdischen Sprachgebiets gesprochene nordwestiranische Sprache, die heute von ca. 2 Millionen Sprechern in Sudostanatolien als Muttersprache verwendet wird. Es ist eine dem Kurdischen verwandte, aber dennochMoreZazaki ist eine am nordwestlichen Rand des kurdischen Sprachgebiets gesprochene nordwestiranische Sprache, die heute von ca. 2 Millionen Sprechern in Sudostanatolien als Muttersprache verwendet wird. Es ist eine dem Kurdischen verwandte, aber dennoch eigenstandige Sprache. Seit der Eskalation des Konfliktes zwischen den in der Turkei lebenden Kurden und der turkischen Regierung hat eine Polarisierung innerhalb der Gruppe der Kurden stattgefunden, die auch dazu gefuhrt hat, dass sich eine Teil der Zaza ihrer Zaza ihrer eigenen Sprache und Kultur zunehmend bewusst werden. Das Zazaki wurde somit in den letzten Jahren zu einer neu entdeckten Schriftsprache. Diese uberarbeitete und erweiterte Ausgabe der Dissertation von Ludwig Paul ist die erste umfassende Dokumentation zur Grammatik und den Dialekten der Zazaki-Sprache und somit ein einmaliges Referenzwerk fur wissenschaftliche Institutionen, aber auch fur Muttersprachler. Das Werk gibt eine kurze Ubersicht uber die Sprache im allgemeinen, uber den Forschungsstand, sowie uber Land und Leute. Es folgen eine ausfuhrliche Grammatik des Dialektes von Cermik-Siverek, ein Uberblick uber die Grammatik mehrerer weiterer Dialekte, eine Auswahl von Zazaki-Texten mit deutscher Ubersetzung und ein Worterverzeichnis Zazaki-Deutsch, Deutsch-Zazaki. Die Daten fur dieses Werk sammelte der Autor bei mehreren Besuchen in Ostanatolien, vor allem in Interviews mit Kojo Berz (hoher Berg), einem Zazaki-Marchenschreiber, und durch Forschung in der westeuropaischen Zazaki-Diaspora. Dabei stellte er einige Anderungen im Sprachgebrauch gegenuber den grammatischen Darstellungen von Mann / Hadank fest. Die wichtigsten Fortschritte, die Teil I der vorliegenden Arbeit gegenuber den bisherigen Beschreibungen erreichen will, liegen in den Bereichen der Morphologie und Syntax. Vor allem geht es dem Autor darum, neues Sprachmaterial aus einer noch wenig erforschten Sprache aufzuarbeiten und mit moglichst geringem theoretischen Aufwand darzustellen. Ziel ist es, unter anderem das Interesse der typologisch-vergleichenden Sprachwissenschaft zu wecken, bzw. wenigstens die Grundlage zu schaffen, auf der das Zazaki fur die Zwecke der Sprachtypologie nutzbar gemacht werden kann.